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Neue Eisenkunstgussausstellung

Eine neue Sonderausstellung wird am Dienstag, dem 30. August, um 17 Uhr im Museum für Stadtgeschichte Dessau im Johannbau eröffnet.

„Aus Bombenglut geborgen – Schätze aus der Eisenkunstguss-Sammlung Ewald Barth. 68 Jahre nach ihrer Rettung restauriert und wiederhergestellt.“, so der Titel der Präsentation. Gezeigt werden Objekte aus der Eisenkunstguss-Sammlung Ewald Barth. Der Dessauer Zahnarzt Ewald Barth (1898 – 1968) sammelte in den 1920er Jahren Dinge, die allesamt aus Eisen gegossen waren: Medaillen, Neujahrsplaketten, Alltagsgegenstände, aber auch filigranen Schmuck sowie Büsten und Statuetten nach Entwürfen bedeutender Künstler wie Christian Daniel Rauch (1777 – 1857) und Karl Friedrich Schinkel (1781 – 1841). Seine Sammlung umfasste schließlich 1.800 Exponate und galt sowohl quantitativ als auch qualitativ als die herausragendste Privatsammlung von Eisenkunstguss in Deutschland. Der Erwerb der Exponate wurde unterstützt durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Land Sachsen-Anhalt gemeinsam mit der Stadtsparkasse Dessau, der Kulturstiftung der Länder und dem Land Sachsen-Anhalt.

1944 aus der Rüstungs- und Industriestadt Dessau in das massiv gebaute Schloss der Stadt Zerbst ausgelagert, schien sie sicher. Als die amerikanischen Truppen kurz vor Kriegsende vor den Toren der Stadt Zerbst standen, verweigerten die nationalsozialistischen Kommandanten die Übergabe der Stadt. Die folgenden Bombenangriffe zerstörten Stadt und Schloss fast vollständig.

Erst drei Jahre nach Kriegsende konnte Ewald Barth Großteile der Objekte bei einer abenteuerlichen Bergung aus Bombenschutt und Trümmern retten. 68 Jahre nach ihrer Rettung sind zentrale vom Zahn der Zeit angegriffene Objekte aufwendig materialgerecht restauriert und wiederhergestellt worden. In akribischer Feinarbeit konnten zahlreiche, auch verborgene, Schäden beseitigt werden. Das  Museum für Stadtgeschichte Dessau freut sich, ausgewählte Exponate nun wieder in ihrer ursprünglichen Ausstrahlung und Anmutung präsentieren zu können. Dies gelang mit großzügiger finanzieller Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und des Freundeskreises der Kulturstiftung der Länder im Rahmen der Initiative „Kunst auf Lager“.

Die Sonderausstellung ist bis zum 19. März 2017 im Museum für Stadtgeschichte Dessau zu sehen.
 

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