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IBA Stadtumbau 2010 endet
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    IBA Stadtumbau 2010 endete

    Bürgerschaftliches Engagement ist auch zukünftig wichtig

    Im Oktober endete die IBA und es schloss die Ausstellung "IBA-Stadtpräsentation Dessau-Roßlau" im Hauptbahnhof. Fast 5.000 Besucher haben sich seit April 2010 dort über den Stadtumbauprozess und Dankeschön IBAdie Strategie "Urbane Kerne - landschaftliche Zonen" in Dessau-Roßlau informiert. Die gute Resonanz auf die zahlreichen Veranstaltungen hat das Interesse der Dessauer Öffentlichkeit daran eindrucksvoll bekundet. Wichtigstes Anliegen während der IBA war es zu zeigen, dass es trotz Schrumpfung und damit einhergehenden Leerstands gelingen kann, die künftige Entwicklung der Städte positiv zu gestalten. Zu den in Dessau-Roßlau entwickelten Methoden für die Umsetzung der Vorhaben gehören neue Formen des Flächenmanagements, der Planungskultur und auch der Bürgerbeteiligung. So tragen sowohl innerhalb der Urbanen Kerne als auch innerhalb der "landschaftliche Zonen" Bürger, Vereine, Arbeitsgemeinschaften und Institutionen mit ihren innovativen Ideen und ihrem Engagement konstruktiv dazu bei, dass der Prozess des Stadtumbaus erfolgreich ist und eine neue Identität entstehen lässt.

    Die Umsetzung der IBA-Ideen wird die Akteure noch viele Jahre begleiten. Das gilt sowohl für die gestaltenden Pflegemaßnahmen, mit denen der Grünzug entwickelt werden soll, als auch für das Flächenmanagement zur Stärkung der Urbanen Kerne. Die Öffentlichkeitsarbeit soll auch nach dem offiziellen Ende der IBA fortgeführt werden. So ist im kommenden Jahr wieder eine traditionelle Fahrradtour auf dem Roten Faden geplant.Ab nächstem Jahr werden dazu weitere Stadtumbauprojekte im Sinne einer Weiterführung initiiert, die von den inzwischen gesammelten IBA-Erfahrungen profitieren sollen. Die Stärkung von Kernen wird stärker im Mittelpunkt der städtischen Bemühungen stehen: Umbau der alten Kaufhalle am Bauhaus zum neuen Bibliotheksgebäude, das von der Hochschule Anhalt und der Stiftung Bauhaus Dessau gemeinsam genutzt werden wird, städtebauliche Reparatur des Meisterhausensembles, Bau eines Besucher- und Ausstellungszentrums mit dem touristischen Service, an dem es der Stadt derzeit mangelt, die Umsetzung der Planungen für die Kavalierstraße, die im Rahmen des europäischen Architekturwettbewerbs EUROPAN entstanden sind. Die IBA hat gezeigt: Ohne bürgerschaftliches Engagement ist der Prozess des Stadtumbaus schlichtweg nicht zu bewerkstelligen. Nicht umsonst wird die IBA Stadtumbau 2010 in Sachsen-Anhalt als "IBA der Bürger" bezeichnet. Es ist zu wünschen, dass auch die Zukunft des Stadtumbaus in Dessau-Roßlau von diesem kooperativen Engagement geprägt sein wird.

     

    Im Gespräch mit dem Beigeordneten für Wirtschaft und Stadtentwicklung der Stadt Dessau-Roßlau, Joachim Hantusch

    // Die IBA ist nun beendet, was war das Bemerkenswerte daran?

    Die strategische Herangehensweise der IBA Stadtumbau 2010: den Wandel unserer Stadt als Teil des Wandels unserer Gesellschaft zu begreifen. Stadtumbau ist somit nicht allein die Aufgabe der Beigeordneter für Wirtschaft und Stadtentwicklung Joachim HantuschStadtplaner. Dank der IBA haben sich viele Bürgerinnen und Bürgern an dem Prozess beteiligt. An dieser Stelle möchte ich für das Engagement danken. Ich möchte aber auch alle ermutigen, sich weiterhin aktiv für die Zukunftsfähigkeit unserer Heimatstadt einzusetzen.

    // Welche Themen werden die Stadtumbau-Agenda in den kommenden Jahren bestimmen?

    Unter Schrumpfungsbedingungen arbeiten wir zur Zeit an verschiedenen Themen wie zum Beispiel den Anforderungen durch den Klimawandel und neue Wohnformen. Mit möglichst vielen Partnern möchte ich dazu neue Ideen entwickeln. Gerade der Kontrast zwischen den Stadt- und Naturräumen macht Dessau-Roßlau attraktiv.

    Auch für die Bereiche Arbeiten und Wirtschaften sehen wir noch Innovationspotential, insbesondere den Ausblick auf neue Kreativ-Standorte. Temporäre Nutzungen mit ganz unterschiedlichen Akteuren, von Existenzgründern bis hin zu Studierenden, sollen Impulse setzen. Schon jetzt beginnen wir den 100. Bauhaus-Geburtstag im Jahr 2019 vorzubereiten. Es ist ein Besucherzentrum in Planung, das sowohl für das Bauhaus als auch für die Welterbestätte Gartenreich Dessau-Wörlitz Anlaufstelle sein soll. Hier greifen wir übrigens den IBA-Impuls zur Vernetzung der urbanen Kernen und der landschaftlichen Zonen auf.

     

     

    Stadtumbauagenda 2011

    • Fertigstellung Leitbild und Erarbeitung Masterplan Innenstadt
    • Fertigstellung gemeinsame Bibliothek der Hochschule Anhalt und der Stiftung Bauhaus
    • Fertigstellung der Sporthalle am Gymnasium Philanthropinum
    • Reparatur der Gesamtanlage der Meisterhäuser
    • Vorbereitung für das Besucher- und Ausstellungszentrum
    • Weiterführung der Öffentlichkeitsarbeit und der Fahrradtour auf dem Roten Faden
    • Qualifizierung der Pflegekonzepte im Landschaftszug
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