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Finissage im Johannbau
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    Finissage im Johannbau

    Sammler schließen private "Schatzkammern"

    SammlerausstellungWer sich die Ausstellung "Wo die (Sammler-)Liebe hinfällt: Bismarck trifft auf Altwasser" noch anschauen will, muss sich sputen. Denn nur noch bis zum 14. Februar sind die privaten Sammlungen von Hans-Joachim Mellies und Roger Hochmuth im Johannbau zu besichtigen.

    Während die Sammelleidenschaft von Hans-Joachim Mellies seit Jahren um die Person des Reichskanzlers Otto von Bismarck kreist, hat sich Roger Hochmuth auf schlesisches Porzellan aus Altwasser spezialisiert. Die langjährigen Mitarbeiter des Museums für Stadtgeschichte, die inzwischen ihren wohlverdienten Ruhestand genießen, dürften vielen gut bekannt sein, gehören sie doch seit Jahren auch der Expertenrunde an, die regelmäßig im Advent bei der Begutachtung historischer Objekte von Ratsuchenden umlagert ist. Nun sind es die beiden selbst, die ihre über viele Jahre zusammengetragenen Sammlungen herzeigen und (nach vorheriger Anmeldung unter 0340/8003790) auch durch die Ausstellung führen.  

    Exponate Sammlerausstellung

    Die Bismarck-Sammlung zeichnet sich durch ihre große Vielfalt aus. Zu sehen sind Büsten, Bildnisse, Statuen, Reliefs, Gedenkblätter, Karikaturen, Allegorien, Postkarten, Ofenplatten, Anlassmedaillen u.v.m.

    Darunter finden sich Gegenstände aus dem persönlichen Besitz Bismarcks, aber auch Kult & Kitsch und Kuriosa, wie die Rasierklingen "Bismarck Extra". Die Sachzeugnisse aus Papier, Zinn, Seide, Marmor, Silber, Bronze, Keramik, Eisen, Glas, Bakelit usw. geben Einblick in familiäre Hintergründe, biografische Stationen und den politischen Werdegang Bismarcks bis zum Ende seiner Reichskanzlerschaft. Auch belegt die Sammlung die bis lange nach seinem Tod andauernde Bismarck-Verehrung, die die Nationalsozialisten später für ihre Zwecke auszunutzen wussten.

    Begehrte Sammlerobjekte sind auch die Porzellane, die Roger Hochmuth seit vielen Jahren zusammengetragen hat. Sie stammen aus der 1848 in Altwasser/Schlesien gegründeten Porzellanfabrik Carl Tielsch & Co. Besonders reizvoll sind die frühen Produkte, wie die Schale für Visitenkarten (1847), ein Raucher-Service (1848) oder das Teelöffel-Körbchen, die dem gehobenen Bedarf zuzurechnen sind. Einblicke in den Exponate Sammlerausstellungsich wandelnden Zeitgeschmack bis in die 1920er Jahre gewähren die Gebrauchsporzellane. Übrigens haben auch die Stiftsfräulein in Mosigkau ihren Kaffee aus Altwasser-Porzellan genossen.

    Am Nachmittag des 14. Februar wird die Ausstellung dann mit einer Finissage verabschiedet. Um 14.00 Uhr beginnen die Sammler mit einer Sonderführung durch die Ausstellung. Danach wird Ralf Schüler Anekdoten unter dem Motto "Wie der Hering zu Bismarck kam" zu Gehör bringen. Ferner steht eine von Hans-Joachim Mellies zusammengestellte "Foto-Safari" zum Bismarck-Thema auf dem Programm.

    Kuchen und Heißgetränke warten im Museumscafé auf Gäste.

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