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Ein Name für den Platz Am Alten Theater

 

Von vielen neugierigen Augen beobachtet, geht derzeit an der Kavalierstraße der Bau des Kulturzentrums Altes Theaters zügig voran. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, das nach dem Theaterbrand von 1922 in den Jahren 1926/1927 als Erweiterung an die Rückfront des damals zum Café "Altes Theater" umgebauten Vorderhauses angebaut wurde.

Vor dem Kulturzentrum Altes Theater entsteht ein kleiner Platz, der sich zur Kavalierstraße hin öffnet und dessen Gestaltung einen Beitrag zur Belebung der Dessauer Innenstadt leisten wird. An der Namensfindung des Platzes sollen die Bürger erneut beteiligt werden. Die Namensgebung soll sich möglichst auf Personen aus der reichen Dessauer Musik- und Theatergeschichte beziehen. Zur Auswahl stehen deshalb folgende vier Persönlichkeiten: 

Lilly Herking1. Lilly-Herking-Platz

Lilly Herking (eigentlich: Marie Luise Klein; geb. 11.09.1881 Elberfeld,  gest. 25.01.1922 Dessau), Kammersängerin (Altistin). Ab 1. Oktober 1910 am Herzoglichen Hoftheater in Dessau engagiert; hervorragende und beim Publikum beliebte Opern- und Operettensängerin; im Oktober 1915 zur Hofopernsängerin und am 12. April 1919 zur Kammersängerin ernannt; Lilly Herking starb am 25. Januar 1922 beim Brand des Friedrichstheaters (vormals Hoftheater)

 

 


Friedrich Schneider2. Friedrich-Schneider-Platz


Friedrich Schneider (geb. 03.01.1786 Waltersdorf/Sachsen,
gest. 23.11.1853 Dessau), Komponist, Dirigent, Hofkapell-
meister  und Musikdirektor. Er war einer der bekanntesten
deutschen Komponisten seiner Zeit (u.a. Oratorium
"Das Weltgericht"); 1821 erfolgte seine Berufung zum
Hofkapellmeister und Musikdirektor in Dessau;
er war Impulsgeber für das Dessauer Musikleben:
Begründung der Singakademie, eines Gymnasial-Singechors
und, zusammen mit Wilhelm Müller, der Dessauer Liedertafel;
Kopf der sich in Deutschland ausbreitenden Musikfestbewegung

 

 
Wilhelm Müller3. Wilhelm-Müller-Platz


Wilhelm Müller (geb. 07.10.1794 Dessau, gest. 01.10.1827 Dessau/Luisium), Dichter, Lehrer, Hofbibliothekar. Ab 1819 Lehrer an der Dessauer Haupt-schule und Bibliothekar an der neuen Herzoglichen Hofbibliothek in der Wallstraße, die er aus verschiedenen Sammlungen zusammenfügt und erstmals katalogisiert hat; 1824 Ernennung zum Hofrat; einer der be-kanntesten deutschen Dichter seiner Zeit; wichtigste Werke: Reise-beschreibung "Rom, Römer und Römerinnen" (1820), Gedichtsammlungen der "Waldhornisten-Lieder" (1821, 1824), deren Hauptstücke Franz Schubert später in den Zyklen "Die schöne Müllerin" und "Winterreise" vertonte; mit seinen "Griechenliedern" (1821/1824) setzte sich Müller für die Befreiung des griechischen Volkes von türkischer Fremdherrschaft ein.


Richard Fricke4. Richard-Fricke-Platz


Richard Fricke (geb. 10.03.1818 Leipzig, gest. 29.04.1903 Dessau), Solotänzer, Herzoglicher Hofballettmeister. Ab 1853 als Solotänzer und Ballettmeister auf Lebenszeit am Herzoglichen Hoftheater in Dessau engagiert; feierte am 18. April 1875 sein 50-jähriges Bühnenjubiläum; Richard Wagner berief ihn nach Bayreuth, wo er am 12. Juli 1875 seine Arbeit begann, ab 1882 weilte er regelmäßig in Bayreuth, wo er an den Arrangements der Festspiele mitwirkte. Im Dezember 1893 ging er als Ballettmeister in den Ruhestand; in seiner Wohnung in der Schloßstraße 18 erteilte er noch bis an sein Lebensende Tanzunterricht.


Den Stimmzettel zur Abgabe eines Namensvorschlages finden Sie hier. Öffnet Stimmzettel.pdf   [23 kB]

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